Käptn Peng und die Tentakel von Delphi

Die Würzburger Posthalle dient für so manchen bekannten Künstler als gute Location sich in unserer schönen Stadt zu präsentieren. Auch Käptn Peng hat sich am 10.08.17 auf diese Plattform gewagt und den Würzburgern ordentlich eingeheizt.

Als „unrichtiger“ Würzburger

Ich bin zwar kein „richtiger“ Würzburger, da ich nicht hier wohne, aber dieses Spektakel konnte ich mir nicht entgehen lassen. Als großer Käptn-Peng-Fan war es einfach ein Muss. Leider hatte ich noch keine Zeit in das neue Album reinzuhören. Der Plan war sich von den mir nicht bekannten Songs anstecken und inspirieren zulassen.

Beim Eintreten in die Posthallte fiel meine Aufmerksamkeit zunächst auf das Bühnenbild. Die Band besteht aus einem Kontrabassisten, zwei Percussiondrumsets und einer Gitarre. Dazu finden noch zwei kleinere Synthesizer, verschiedene Töpfe und ein elektronisches Xylophon ihren Einsatz. Doch ansonsten war die Bühne ehr unscheinbar, was sich später ändern sollte.

Per Anhalter ins Würzburger Wohnzimmer

Um mir das Warten auf den Konzertbeginn etwas zu erleichtern, begann ich einige Gespräche mit den herumstehenden Leuten. Es stellte sich heraus, dass einige Menschen weit gereist waren, um diesen Auftritt zu sehen. Eine Konzertbesucherin ist sogar extra von Potsdam angereist und das per Anhalter.

Dann ging es endlich los und schlagartig verwandelte sich das Bühnenbild in eine Art Wohnlandschaft, die mich komplett umgehauen hat. Auf der Bühne und an den Drumsets verteilt, befanden sich urige Glühbirnen, die ein richtig angenehmes Licht verbreiteten und in mir tatsächlich die Assoziation eines Wohnzimmers erweckten. Schade nur, dass es sich dabei nicht um mein Wohnzimmer handelt.

Bei der weiteren Belichtung haben die Lichtexperten neben der Bühne richtig gute Arbeit geleistet und gekonnt einige Lieder durch im richtigen Takt wechselndes Licht in Szene gesetzt. Der Wohnzimmereffekt wurde verstärkt und gekonnt in Szene gesetzt. Dabei fühlte man sich richtig heimisch.

Das nullte Kapitel

Über das neue Album kann ich nur über die Songs, die gespielt wurden, eine Meinung abgeben. Dazu kann ich nur sagen: „Der absolute Hammer.“ Jedes einzelne Lied hat mich komplett mitgerissen, sodass ich einen Tag später noch geflasht bin.

Dabei blieb mir besonders: „ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ“ und „Spiegelkabinett“ im Gedächtnis. Grundsätzlich treffen die neuen Lieder aber alle genau meinen Geschmack. Es ist genau das, was ich mir von einem neuen Album von Käptn Pteng erwartet habe. Funky Gitarrensounds, mitreißende Beats und „unübliche“ Percussionelemente. (Töpfe sind eben nicht nur zum Kochen da)

Natürlich leisten Peng´s Texte einen großen Beitrag. Auf den ersten Blick erscheinen die Lyrics etwas wirr, aber wenn man genau darüber nachdenkt ergibt alles einen Sinn. Dabei findet der Kreis als Objekt wieder eine zentrale Bedeutung und die Zahl Pie hat es sogar zu einem Songtitel geschafft.

Sie mögen sich und wir mögen ihn

Mit „Sie mögen sich“ haben wir Käptn Peng kennen und lieben gelernt. Dabei landete der Song nicht nur auf Youtube mit 3.823.070 Views einen Hit, sondern fand auch Platz in der Setlist in Würzburg. Ganz besonders hat mich allerdings gefreut, dass der „Anfang ist nah“ und „Platz da“ gespielt wurden, was nicht nur meinerseits für Eskalation sorgte, sondern die ganze Meute mitriss.

Wer den Käptn noch nicht kennt, kann ich nur nahelegen sich diesen irgendwann zu Gemüte zu führen und beim nächsten Konzert dabei zu sein. Es war ein Abend voller guter Musik, netter Menschen, Freestyle, Improvisation und einem gestillten Bewegungsdrang. Denn bei dieser Musik kann keiner wirklich stehen bleiben. Man muss einfach dazu tanzen!!!!

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